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Ein herzliches Dankeschön

 
Die "Flüstersitzung" hat sich am 24. Januar 2011 im Kölner Gürzenich mit einem tollen Programm verabschiedet - diese WebSite bleibt vorerst bestehen und in Kürze werden wir Sie mit zahlreichen Fotos über eine unvergessliche Sitzung informieren! Wir sind froh, dass wir in einer schönen Mischung aus Herzlichkeit und Gelassenheit, Witz und Feierlichkeit eher einen Doppelpunkt als einen Schlusspunkt setzen konnten. Die Idee jeiht wigger!
 

Abschied der Initiatoren -

nach 11 erfolgreichen Sitzungen verabschieden sich die Urheber der Idee - v.l. Reinold Louis, Birgit Kestermann für ihren verstorbenen Mann Woilfgang Kestermann, Hartmut Priess, Wolfgang Oelsner und Doris Lendle. Foto: Renate Streit



Kölner Stadt-Anzeiger vom 24.01.2011

Zum elften und letzten Mal fand am Montagabend im Gürzenich die Flüstersitzung „Ömmerjöncher för Luuschhööncher“ statt. Wehmut herrschte bei Publikum und Initiatoren. Immer wieder wurde die Frage nach dem Warum gestellt.

So leise wie sie war, so unprätentiös hat sie sich auch verabschiedet: Die Flüstersitzung „Ömmerjöncher för Luuschhööncher“ ist am Montagabend zum elften und letzten Mal über die Bühne gegangen. Im bereits seit Monaten ausverkauften Gürzenich begrüßten die Präsidenten Wolfgang Oelsner und Reinold Louis unbekanntere, weil dezentere Künstler wie das musikalische Duo Alles Paletti sowie das Zwiegespräch „Schlabber und Latz“ (Bernd Horbach und Dieter Baumanns. Altmeister wie „Tröötemann“ Karl-Heinz Jansen und „Weltenbummler“ Gerd Rück sagten zum Abschied leise Alaaf. Wehmut war dem Publikum anzumerken sowie den Initiatoren selbst auch. Und immer wieder wurde die Frage nach dem Warum gestellt, wo doch das Format so erfolgreich war.
„Mit dem rheinischen Jubiläum sehen wir das Ziel unserer vor zehn Jahren gestarteten Initiative als erreicht.“ Mit ziviler Lautstärke, authentischen Interpreten (kein Playback), ohne Zwangsanimation „Wo sind Eure Hände?“) und trotzdem aktuellen Programmpunkten (keine Nostalgie) war das Sitzungsformat ständig gefragt. Diesen Beweis anzutreten, sei das Ziel gewesen. „Veranstalter auf Dauer wollten wir nie werden.“ Für solche Aufgaben seien die KGs bestens aufgestellt. „Wir wollen ihnen nichts wegnehmen.“ Dem Beispiel der „Jecken-Flüsterer“ sind inzwischen viele gefolgt. Die KKV Unger Uns lädt die Löstige Pensionäre vun d'r Poß an diesem Dienstag zum „Fastelovend der leiseren Töne“ mit Rednern wie „Knubbelfutz und Schmalbedach“ (Renate Heymans und Dieter Schmitz), die es anderswo meistens nur ins Randprogramm schaffen. Auf deren leise Töne sowie Couplets und Krätzchen ihrer Kollegen haben sich nun auch die Altstädter besonnen.
Mit ihrem allerersten Litewka-Abend im Hotel Intercontinental lud der Senat zum „alternativen“ kölschen Fasteleer. Mit dabei waren auch „Pfundskerl“ Kai Kramosta und „Klimpermännchen“ Thomas Cüpper. Und im Rechtsrheinischen treten bei der „Schnäuzer-Jalla“ der KG UHU am Samstag in der Mülheimer Stadthalle sogar Bands wie die Bläck Fööss, die Paveier und die Klüngelköpp „unplugged“ auf - also ohne Verstärker. Die Flüstersitzung geht, der „Zuhör“-Karneval als eine Facette des Kölner Brauchtums bleibt.